Beim Anlegen einer neuen Terrasse gibt es eine Reihe wichtiger Fragen zu klären:
- Wo hätten wir es denn gern? Sicher ist eine Terrasse in Süd-Ausrichtung optimal, aber nicht immer kann dies realisiert werden. Dennoch sollte man schauen, wann man auf der Terrasse sitzt. Wenn alle (erwachsenen) Mitglieder der Familie z.B. arbeiten gehen und sich nach der Arbeit entspannt auf die Terrasse setzen wollen, könnte eine West-Ausrichtung besser sein. Wenn man das morgendliche Frühstück auf der Gartenterrasse zu sich nehmen möchte, sollte sie vielleicht eher freien Blick nach Osten bieten. Auf jeden Fall ist die Lage sicher ein langfristig zu beachtendes Entscheidungskriterium
- Mit Dach oder ohne? Egal ob die Sonne scheint, es einen warmen Sommerregen gibt oder ein leichter Wind geht: Es gibt immer wieder Gründe für eine Beschattung der Terrasse, um seine Freizeit darauf genießen zu können. Daher empfiehlt es sich, über einen Sonnenschirm, eine Markise oder über eine Terrassenüberdachung nachzudenken. Aber welche?
- Wie wäre es mit einem Zaun oder einer kleinen Mauer? Wer sitzt schon gerne im Blickfeld anderer Leute? Auch wenn die Nachbarn sonst nette Menschen sind, sollen sie dennoch nicht die Grill-Wurst vom Teller schauen können. Es gibt unzählige Gründe, warum man etwas Privatsphäre auf der Terrasse haben möchte. Hier hilft sicher ein passender Sichtschutz vor unliebsamen Blicken. Dieser kann gemauert oder aber auch aus z.B. Holz sein.
Die wichtigste Frage aber betrifft den Untergrund. Aus welchem Material soll der Boden sein? Schließlich dominiert der Boden optisch jede Terrasse – da hält kein Sonnenschirm und kein Blumenkasten mit.
Unübertroffen als Terrassenboden ist Holz. Seine natürliche Optik mit den warmen Brauntönen schmiegt sich perfekt an jede Gartengestaltung an, egal ob Rasenfläche, Bäume oder Blumenbeet. Nicht zuletzt an einem Teich sorgt er für einen lebendigen, natürlichen Eindruck. So bietet sich dem Auge ein entspanntes und gemütliches Bild und eine Atmosphäre, in der man sich gelöst erholen kann. Dabei ist nicht nur das Material entscheidend. Auch die Form ist hier ein entscheidender Faktor. Viel besser als mit Steinen lassen sich auch "organisch" wirkende Formen erschaffen, also z.B. Kreise, Ovale oder "Amöbenformen".
Doch nicht nur das Auge profitiert von der Holzterrasse. Auch die Füße lieben diesen Untergrund. Ob barfuß oder in Schuhen: der weiche, federnde Boden unterstützt den natürlichen Gang des Menschen, zudem fühlt es sich einfach warm und behaglich an. Im Gegensatz etwa zu Stein ist Holz außerdem weich und elastisch, was spätestens bei einem Sturz wichtig sein kann. Besonderen Schutz vor "Aquaplaning" kann dabei die häufig in den Planken versehene Riffelung bieten. Auf nassen Holzplanken kann man - besonders mit Schuhen - schnell ausrutschen, wird doch das nasse Holz glatt wie Eis. Die Riffelung der Terrassendielen sorgt für einen rauen Untergrund, in dessen Rillen sich das Wasser fängt. Auf den hohen Bereichen des Holzes kann so kein Aquaplaning entstehen und der Tritt hat sicheren Halt.
Trotz der vielen Vorteile haben sich bislang dennoch viele für Stein entschieden. Stein sei einfacher zu verlegen, heißt es, pflegeleichter und langlebiger sowieso, und mit der richtigen Optik der Platten lasse sich schon eine gemütliche Atmosphäre zaubern. Natürlich hat auch Stein seine Vorzüge – aber bei den Punkten Wärme und Behaglichkeit ist Holz unübertroffen. Und auch bei seinen vermeintlichen Nachteilen macht die Holzterrasse – buchstäblich – Boden gut. Richtig verlegt, bleibt auch das Holz lange frisch und unversehrt.
Professionelle Öle und Imprägniermittel schützen vor Regen und Sonne, außerdem kann man mittels einer Lackierung die Optik noch weiter verschönern, etwa die Farbe oder die Maserung des Holzes stärker hervorheben.Letzten Endes aber spricht das Holz für sich selbst. Wer einmal einen gemütlichen Nachmittag auf der Holzterrasse eines Nachbarn oder im Park verbracht hat, der hat den Traum-Untergrund für die eigene Terrasse gefunden. Ein paar Beispiele, wie toll eine Holzterrasse aussehen und welche Holzarten man verwenden kann, findet man unter
www.holz-haus.de.
