Darauf sollten Sie beim Kauf achten:
Je nach Einsatzbereich gilt es, die spezifischen Holzeigenschaften wie Härtegrad, Splitterfreiheit und Dimensionsstabilität zu beachten, damit Sie, Ihre Kinder und auch Haustiere ungetrübt und sicher auf dem neuen Boden laufen und herumtoben können.
Sowohl bei Balkonen als auch bei aufgeständerten Konstruktionen muss die Tragfähigkeit des Materials beachtet werden. Bei nach unten offenen Balkonkonstruktionen dürfen keine Hölzer verwendet werden, die stark ausbluten. Im Barfußbereich, wie z. B. bei Poolumrandungen, ist unbedingt splitterfreies Material zu verwenden.
Die Farbe der verschiedenen Holzarten ist sehr unterschiedlich, sie variiert von hellbraun bis dunkelrot, sodass man auch in dieser Hinsicht seinen eigenen Stil findet. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass alle Holzarten durch die natürliche UV-Strahlung des Sonnenlichts vergrauen. Holz bekommt mit der Zeit eine silbergraue Patina. Die Lebensdauer und Gebrauchstauglichkeit wird dadurch nicht eingeschränkt. Spezielle Farben und Öle, die man in regelmäßigen Abständen erneuern sollte, können diesen Prozess verlangsamen oder verhindern.
Besonders pflegeleicht und aufgrund seiner Herstellungsart absolut splitterfrei, rutschfest und stabil verhält sich das Holz-Kunststoff-Verbundmaterial (WPC) UPM ProFi Deck. Diese Mischung aus Kunststoffpolymeren und Fasern auf Holzbasis ist ligninfrei und vergraut daher nicht. Verschiedene Farben ermöglichen eine ganz neue Gestaltung. Zu beachten ist, dass dieses Material nicht als tragendes Element für die Unterkonstruktionen (z.B. Balkon/Ständerkonstruktion) eingesetzt werden darf.
Verlegetipps:
Für Riffeldielen, Holzroste, Garten- und Terrassendecks gibt es weder Produkt- noch Qualitätsnormen sowie keine verbindlichen Anwendungsempfehlungen. Nachfolgend einige Hinweise, die es beim Bau einer Holzterrasse zu beachten gilt:
Die Unterkonstruktion ist so stark zu dimensionieren bzw. auszuführen (Befestigung auf dem Untergrund), dass sie dem Verzug durch das Quellen und Schwinden des Holzes standhält. Die Unterkonstruktion sollte aus Gründen der langen Gebrauchsdauer in einer gleichwertigen Holzqualität wie die sichtbaren Terrassenteile ausgeführt werden.
Die Abstände zwischen den Auflagen sollten in Abhängigkeit von der Stärke der verwendeten Terrassendiele 40 – 60 cm nicht überschreiten. Durch einen wasserdurchlässigen Bodenaufbau aus Sandschicht und darüberliegender Kiesschüttung kann Staunässe unter den Dielen und Decks vermieden werden. Der Unterbau ist so auszuführen, dass ein späteres Nachsacken nicht möglich wird.
Für ein leichtes Gefälle von ca. 1 – 2% ist zu sorgen, damit Oberflächenwasser ablaufen kann. Für ausreichende Hinterlüftung unter den Bodenbelägen ist zu sorgen (z.B. Loftis/Isopat/Terrafix).
Die Dielenbreite sollte 145 mm nicht überschreiten. Jedes Brett ist in der Breite mit mindestens zwei Edelstahlschrauben zu befestigen. Um spätere Rissbildung zu vermeiden, sollten Harthölzer vorgebohrt werden.
Bei den üblicherweise luftgetrockneten Hartholzdielen wie Bangkirai, Massaranduba und Itauba genügen 5 – 8 mm Abstand zwischen den einzelnen Dielen, um das jahreszeitlich bedingte Schwinden und Quellen auszugleichen.
Die Profilierung der Terrassendielen dient der erhöhten Rutschfestigkeit und der Bodenoptik; Eindrücke und Abnutzungen fallen weniger auf. Zusätzlich wird durch die Profilierung die Oberfläche vergrößert, sodass die Dielen schneller abtrocknen. Bei einigen Hartholzarten wie z. B. Bangkirai können in Verbindung mit Regen über einen begrenzten Zeitraum Inhaltsstoffe ausgewaschen werden, die zu Verfärbungen an Hausfassaden bzw. auf Beton führen. Es wird daher empfohlen, eine geregelte Entwässerung zu gewährleisten.
Um die jahreszeitlich bedingten Schwind- und Quellvorgänge zu reduzieren, empfiehlt sich eine Oberflächenbehandlung mit wasserabweisenden Ölen oder Farben; sie dient gleichzeitig als UV-Schutz, um die natürliche Vergrauung zu verhindern und den Originalfarbton des Holzes zu erhalten.